circleiicircle reignofdarknessZak Stevens ist zweifelsohne einer der besseren Heavy Metal Sänger und auch wenn er in Sachen Intensität niemals einem Jon Oliva das Wasser reichen konnte, leben SAVATAGE Alben wie „Edge Of Thorns" und „Handful Of Rain" an vorderster Stelle vom Gesang Stevens'. Der Endvierziger scheint aber auch ein Meister der falschen Entscheidungen zu sein, denn anders scheint es nicht erklärbar zu sein, dass er seit seinem Ausstieg bei SAVATAGE 2000 (ist das wirklich schon so lange her?) die Karriereleiter Stück für Stück nach unten geklettert ist. Die ursprüngliche CIRCLE II CIRCLE Band ist inzwischen mehrfach personell umgekrempelt worden und qualitativ wurden die Alben in den letzten Jahren durchweg schlechter. Nicht schlecht, sondern ausgehend vom bärenstarken „Watching In Silence" Album einfach durchschnittlicher.

Vielleicht geht es ja in nächster Zeit wieder etwas nach oben für Zak Stevens, nachdem er als einer von vielen Gästen in diesem Jahr bei der gut dotierten SAVATAGE Reunion auf dem Wacken Open Air für kurze Zeit wieder im Rampenlicht stehen durfte, mit CIRCLE II CIRCLE hatte er die ganze Zeit über Probleme, mal 100 Leute in einen Club (ich beziehe mich jetzt nur auf Deutschland, eines der Kernländer von SAVATAGE) zu bekommen und wenn er mal Konzerte hierzulande spielte, musste man schon viel Glück haben, davon überhaupt zu erfahren, denn Werbung scheint ein Fremdwort zu sein.

Dunkle Zeiten liegen in Theorie also hinter CIRCLE II CIRCLE, ob die neue Platte, deshalb „Reign Of Darkness" heißt, entzieht sich meiner Kenntnis, auf dieser besinnt man sich wenigstens nach dem mit fast 70 Minuten Spielzeit viel zu lang geratenen „Seasons Will Fall" Album (2013) wieder auf das Wesentliche und geht damit einen Schritt zurück zum „Delusions Of Grandeur" Album (2008), das ich in guter Erinnerung behalten habe, wenngleich die Platte bestimmt auch schon seit 5 Jahren nicht mehr gehört wurde.

Eröffnet wird „Reign Of Darkness" von einem an SAVATAGE erinnernden opulenten Intro namens „Over-Underture", „Victim Of The Night" und wenig später „Ghost Of The Devil" knallen danach mächtig aus den Boxen und geben die Richtung vor für ein solides Power Metal Album, bei dem Melodien und Härte gleichberechtigt nebeneinander stehen, das überraschend wenig bombastisch, dafür aber dem Titel Rechnung tragend recht düster ausfällt. Leider ist es nun aber so, dass man wirkliche Highlights mit der Lupe suchen muss, am ehesten gelingt dies noch dem Albumabschluss „Solitary Rain" und dem wirklich starken "Victim Of The Night", der Rest ist nicht übel, man freut sich, dass man Zak Stevens wieder singen hören kann, ein neues SAVATAGE Album wäre einem trotzdem tausend Mal lieber.

Und das ist die Krux an diesem Album, so viel verkehrt machen Zak Stevens und seine Musiker, von denen man nicht weiß, ob sie beim nächsten Mal noch dabei sein werden, eigentlich gar nicht, „Reign Of Darkness" hängt gegen Ende hin etwas in den Seilen, berappelt sich dann aber wie gesagt mit dem Schlusstrack wieder. Mir persönlich gefällt auch der zu dumpfe Sound nur bedingt, damit kann man sich aber im Laufe der Zeit anfreunden. Ich kann noch nicht einmal behaupten, dass ich von „Reign Of Darkness" mehr erwartet hätte, denn genau genommen trifft die Platte ganz genau das, was ich erwartet habe, das ist ein 7 Punkte Album, das für den Moment ok ist, das man aber bereits wieder aus dem Kopf haben wird, wenn irgendwann das nächste CIRCLE II CIRCLE Album erscheinen wird oder erst Recht, wenn SAVATAGE weitere Taten folgen lassen. (Maik)

Bewertung: 7 / 10

Anzahl der Songs: 11
Spielzeit: 46:40 min
Label: earMusic/Edel
Veröffentlichungstermin: 16.10.2015

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