darkforest theawakeningDas zweite DARK FOREST Album „Dawn Of Infinity" konnte meinen Kollegen Kevin im Jahre 2011 mit einer 8,5er Wertung richtig begeistern, ich habe besagtes Album auch noch als brauchbare Epic Metal Scheibe im Gedächtnis, wobei sich meine Erinnerungen vor allem auf den starken Opener „Hourglass" beschränken wollen. Drei Jahre sind inzwischen vergangen, DARK FOREST stehen immer noch beim italienischen Qualitätslabel Cruz Del Sur unter Vertrag, und auch musikalisch haben sich die Mannen von der Insel zwischen Atlantik und Nordsee kaum einen Millimeter von der Stelle bewegt.

Die Briten setzen sich stilistisch gekonnt zwischen die New Wave Of British Heavy Metal (IRON MAIDEN), den US-amerikanischen Epic Metal (JAG PANZER) und den auch von traditioneller Folkmusik beeinflussten Hardrock (THIN LIZZY). Diese Melange stellt natürlich nicht die Neuerfindung des Rades dar, DARK FOREST klingen aber auch nicht angestaubt oder eingerostet.

Soweit ist also alles prima, betrachten wir „The Awakening", das bereits vor einigen Monaten herausgekommen ist und das ich auch deshalb bis dato recht häufig hören konnte, etwas genauer, dann offenbaren sich einige offene Wunden. Das Songmaterial fällt in meinen Ohren etwas besser aus als auf dem Vorgänger, neben dem erneut starken Opener („The Awakening") finden sich auf „The Awakening" auch noch mehrere andere Songs, die eine bessere Langzeitwirkung haben, das herausragende Schlussstück „Sons Of England" oder das dezent thrashige und flott vorgetragene „Rise Like Lions" beispielsweise. Das bedeutet umgekehrt aber auch, dass die übrigen, nicht näher genannten Songs, durchs – weit oben – angesetzte Raster fallen, ähnlich wie es bei einem Großteil des Materials des Vorgängers bereits der Fall war.

Zudem ist der Gesang des Neusängers Josh Winnard verglichen mit Eric Adams (MANOWAR) oder Harry Conklin (JAG PANZER, TITAN FORCE) zu lasch und zu wenig emotional, selbst der nicht unumstrittene Sänger von ATLANTEAN KODEX kriegt es besser hin Gefühle zu transportieren; nennen wir ihn (den Gesang) schlicht solide.

DARK FOREST sind auch mit ihrem aktuellen Album eine Band, die auf den obligatorischen Underground Festivals (Keep It True, Headbangers Open Air, Swordbrothers) ihren berechtigten Zuspruch bekommen werden, wirklich essentiell sind die Briten aber auch auf „The Awakening" nicht. (Maik)


Bewertung: 7 / 10

Anzahl der Songs: 9
Spielzeit: 53:43 min
Label: Cruz Del Sur
Veröffentlichungstermin: 28.02.2014

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