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Machine Head - Machine Fu**King HeadMACHINE HEAD befinden sich seit „Through The Ashes Of Empire" wieder auf dem Erfolgskurs und veröffentlichen 2012 endlich wieder ein Livealbum. Wer MACHINE HEAD schon einmal live gesehen hat, wird sicher verstehen, weshalb dies von so großer Bedeutung ist. Nur selten habe ich eine Band gesehen, welche live eine solche Energie versprüht. Die letzte Live-Veröffentlichung „Hellalive", welche 2006 in London aufgenommen wurde, liegt mittlerweile schon 3 Studioalben zurück. Nach „Through The Ashes Of Empire" kam schließlich das großartige „The Blackening" und der Nachfolger „Unto The Locust". Allerhöchste Zeit also, den Fans noch einmal zu beweisen, welch eine starke Live Band MACHINE HEAD sind. Ob dabei „Hellalive" übertroffen wird?

Die Setlist von „Machine Fu**King Head" (Der Titel entspringt übrigens den typischen Fanchören auf Konzerten) liest sich schon einmal prächtig. Sechs der fünfzehn Titel stammen vom aktuellen Longplayer „Unto The Locust". Die restlichen zehn bieten ein gutes Best-Of Programm aller bisherigen Alben. Es fällt allerdings auf, dass die beiden Alben „The Blackening" und „Unto The Locust" im Mittelpunkt stehen. Kein Wunder, MACHINE HEAD feiern nach wie vor große Erfolge mit den beiden Alben. Aber keine Bange, auch Live Klassiker wie „Davidian", „Old" oder „Ten Ton Hammer" kommen zum Zug.

Eine gute Setlist allein macht aber noch kein gutes Livealbum aus, gerade der Sound ist besonders wichtig. Nicht jeder mag einen Sound wie auf MOTÖRHEADs „No Life Till Hammersmith", ein ganz zu steriler Sound führt hingegen oft zu wüsten Vorwürfen und Beschimpfungen („Live and Dangerous" von THIN LIZZY, „Unleashed in the East" von JUDAS PRIEST). MACHINE HEAD ist der Sound sehr gut gelungen, und die Energie des Konzertes wird eindrucksvoll eingefangen. Man kann förmlich spüren, wie die Halle gebebt haben muss, wenn zum Beispiel bei „The Blood, The Sweat, The Tears" lauthals mitgesungen wird. Aber auch bei neueren Songs wie „In The End" hört man die Fans textsicher heraus, ein weiterer Beweis dafür, welchen Status MACHINE HEAD mittlerweile haben. Robs Gesang hingegen könnte bei den ersten Songs wesentlich lauter sein, oftmals versteht man ihn kaum, was das Hörerlebnis etwas schmälert.

„Machine F**King Head Live" ist für neue und alte Fans der Band ein absolutes Muss! Neue Fans, welche noch nicht in den Genuss einer Liveshow gekommen sind, werden nach dem Hören auf jeden Fall ein Konzert besuchen. Alte Fans hingegen können sich einmal mehr davon überzeugen lassen, mit welcher Energie MACHINE HEAD nach wie vor zu Werke gehen. Falls hierfür überhaupt eine Überzeugung notwendig sein sollte. (Pascal)

Komplette Setlist:

CD1:

  1. I Am Hell (Sonata in C#)
  2. Be Still And Know
  3. Imperium
  4. Beautiful Morning
  5. The Blood, The Sweat, The Tears
  6. Locust
  7. This Is The End
  8. Aesthetics of Hate
  9. Old 

CD2:

  1. Darkness Within
  2. Bulldozer
  3. Ten Ton Hammer
  4. Who We Are
  5. Halo
  6. Davidian

Bewertung: - / -

Anzahl der Songs: 16
Spielzeit:  100:36 min
Label: Roadrunner Records
Veröffentlichungsdatum: 09.11.2012 

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